13. November 2016

Schreiben im Schloß

Obwohl mich meine Arbeit momentan enorm stresst, was vor allem an Kommunikationsschwierigkeiten liegt, sah das vor knapp einem Monat noch anders aus. Mitte Oktober fand der alljährliche Schreibworkshop meiner "Abteilung" statt. Dazu fuhren wir ins idyllische Gollwitz in der Nähe von Brandenburg an der Havel, wo es eine Begegnungsstätte mit Seminarräumen gibt. Diese ist im Schloß Gollwitz untergebracht, sodass wir einen wunderschönen Ort zum wissenschaftlichen Schreiben und Denken hatten. Denn die zweieinhalb Tage sollten dazu genutzt werden, einen eigenen wissenschaftlichen Text zu verfassen und Manuskripte von Kollegen zu besprechen. Aber nicht nur "schreibwütige" Potsdamer kamen nach Gollwitz, sondern es fanden auch zwei Musikklassen den Weg dorthin und stimmten uns mit Weihnachtslieder auf die kalte Jahreszeit ein. Der Schloßpark war klein, aber fein und durch die letzten paar Sonnenstunden strahlte alles wunderbar. Außerdem lud der Park dazu ein einen kleinen Spaziergang zu machen, damit man wieder einen klaren Kopf bekommt.
Da gab es noch einen Hauch Sommer...
Der letzte Sonnenschein
Zwischen dem ganzen Schreiben und Arbeiten wurden wir mit Köstlichkeiten versorgt. Das Schloß Gollwitz hat eine rein vegetarische Küche, sodass man die Wurst beim Abendbrot lange suchen kann. Es gab aber immer eine frische Salattheke, tolles Brot und Milchreis oder Griesbrei mit Fruchtsoße! Superlecker! Auch die Lasagne und die Bratlinge mit Kartoffeln und Gemüse waren der Knaller. Am Abend konnten wir dann das Arbeiten vergessen, sodass wir Black Stories oder Tischtennis spielten und ganz viel Ungesundes zu uns nahmen :)
Abendgestaltung
Ich teilte mir ein Zimmer mit einer lieben Kollegin, die den leckersten Weißwein mitgebracht hatte, den ich je getrunken habe! Aber 20 € pro Flasche...

Der beste Weißwein!!!
Das charmante Jugendherbergszimmer
Der zweite Abend ging dann deutlich länger als der erste, aber am nächsten Morgen sollte kaum noch gearbeitet und nur noch Kleinigkeiten besprochen werden. Da kann man auch etwas weniger schlafen.
Leider hatten es einige übertrieben, sodass der letzte Morgen durch unprofessionelles und fremdschämendes Verhalten überschattet war, aber nun ja. Es war eben wie auf einer Klassenfahrt und irgendjemand muss immer aus der Reihe tanzen... (Aber mit 25+?) Im nächsten Jahr werde ich deswegen sehr wahrscheinlich nicht mitfahren, obwohl das Schreiben und die professionellen Gespräche Spaß gemacht haben.

1 Kommentar:

Schneck hat gesagt…

Ich seh den kleinen Ferdi! :)
Schöner Artikel :)